Gleitsichtbrillen

Etwas Geschichte

Firmengeschichte von Essilor

Da Essilor aus mehreren Fusionen entstanden ist, werden im Folgenden die Entstehungsgeschichten der wichtigsten beteiligten Firmen beschrieben.

Die Geschichte von Essilor International beginnt mit der Arbeitervereinigung Association Fraternelle des Ouvriers Lunetiers. Sie entsteht in Frankreich im Jahr 1848 als Vorläufer der Gewerkschaft der Augenoptiker. Der Name Essel der bis 1964 bestand haben wird entsteht aus der Abkürzung für Societé Lunetiers- SL.

1910 entsteht parallel dazu die Firma Télégic. Gründer ist der Erfinder des Bifokalglases, Dr. Borsch. Télégic stellt 1956 das erste Brillenglas aus dem leichten, organischem Werkstoff CR 39 unter dem Namen Orma her.

1948 gründet Georges Lissac das Unternehmen Lentilles Ophtalmiques Spéciales- LOS. Später wird as Unternehmen in Lentilles Ophtalmiques Rationnellles - LOR umbenannt.

In den 1950ern wird die erste randlose - nicht gebohrte sondern gefräste - Faden- Brille, die Nylor-Brille, am Markt eingeführt und Bernard Maintenaz von Essel erfindet das erste Gleitsichtglas.

1955 wird die Societé industrielle de Lunietterie - SIL gegründet.

1966 fusionieren LOR und Télégic, die dann wiederum 1969 mit SIL zu Silor, der Société Industrielle Lentilles Ophtalmiques Rationelles, fusionieren.

1972 gilt als Gründungsjahr von ESSILOR, da in diesem Jahr ESSEL und SILOR zur Essilor International S.A. fusionieren und 3 Jahre später als erstes augenoptisches Unternehmen an die Börse gehen.

1973 kauft Essilor die Optische Anstalt Emil Ehinger in Freiburg im Breisgau auf, die 1920 gegründet wurde und seit 1958 Generalvertretung war.

1976 übernimmt Essilor die Optik GmbH in Braunschweig, um sich weiteres Know-how zu sichern.

1979 werden die ersten asiatischen Produktionsstätten in Bataan auf den Philippinen gegründet. In den darauf folgenden Jahren folgen viele weitere Produktionsstätten und Vertriebszentren.

1991 werden nach der „Wende“ im Zuge der vielfältigen Übernahmen oftmals veralteter ostdeutscher Industrien Teile der optischen Werke in Rathenow aufgekauft. Diese zählten bis zur Trennung Deutschlands zu einer der stärksten und einflussreichsten Glashersteller in Deutschland.

2000 wird ein Jointventure mit dem japanischen Linsenhersteller Nikon eingegangen.

2008 wird der Schweizer Schleifmaschinenhersteller Satisloh Holding AG, der aus dem Wetzlarer Unternehmen Loh Optikmaschinen und dem Schweizer Unternehmen Satis Vakuum hervorgegangen ist, von Schweiter Technologies AG für 340 Mio. Euro gekauft.

 

Was ist ein Gleitsichtglas

Ein Gleitsichtglas ist ein modernes Brillenglas zur Korrektur von Alterssichtigkeit - auch Presbyopie genannt. Je nach Entfernung des Objektes wölbt sich die Augenlinse unterschiedlich stark. Bei der Alterssichtigkeit ist diese Elastizität eingeschränkt - die Linse verhärtet und verdickt sich. Das Einstellen des Auges auf Objekte in der Nähe wird erschwert; die Folge sind Probleme vor allem beim Lesen und Arbeiten im Nahbereich. Erstes Anzeichen dafür ist die Gewohnheit, das Buch oder die Zeitung weiter weg zu halten. Hier kann bereits eine Lesebrille für den Schärfenbereich von ca. 40 cm helfen. Für andere Einsatzbereiche sind Mehrstärken- oder Gleitsichtgläser angenehmer.

Vorteile von Gleitsichtbrillen

* Es wird nur eine Brille für Ferne und Nähe benötigt.
* Der gleitende Übergang zwischen den Stärken wird oft angenehmer empfunden als der harte bei Bifokalbrillen.
* Im Gegensatz zu Bifokalbrillen oder 2 getrennten Brillen kann man auch in der Zwischenentfernung (z. B. PC-Bildschirm) scharf sehen.
* Im Gegensatz zu Bifokalgläsern kann ein Betrachter nicht feststellen, ob der Brillenträger eine Mehrstärkenbrille trägt. Dies hat nicht nur kosmetische Vorteile. Bifokalbrillen gelten bis heute als "Omabrille". Dies wird mit einem Gleitsichtglas umgangen.
* Früheinsteiger (Jungpresbyope) gewöhnen sich meist spontan an das neue Brillenglasformat und empfinden es als große Erleichterung.


 

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